Nachdem Sie nun Ihre persönlichen Stressfaktoren kennen, heißt es diese gezielt zu reduzieren, Stress gezielt zu managen.

 

Voraussetzung hierbei ist jedoch, dass Sie bereit sind Gewohnheiten zu verändern. Denn in die typischen Stresssituationen geraten wir meist dadurch, dass wir uns bestimmte Verhaltensweisen angenommen haben, welche uns immer wieder in die typischen Stressfallen geraten lassen.

Folgende Maßnahmen werden Ihnen helfen, künftige Stresssituationen zu reduzieren bzw. im Idealfall zu vermeiden. Schauen Sie, welche der nun genannten Punkte für Sie in Frage kommen.

 

Setzen Sie Prioritäten

Finden Sie heraus, was Ihnen wirklich wichtig ist. Denn häufig verzetteln wir uns mit unwichtigen Dingen. Oder aber auch, weil z.Bsp. im Job die Verantwortlichkeiten nicht wirklich klar definiert sind. Oder gehören Sie vielleicht zu den immer und stets hilfsbereiten Kollegen? Auch hier besteht die Gefahr, dass Kollegen  Ihre Hilfsbereitschaft ausnutzen, und Sie dadurch Ihre eigentlichen Aufgaben nicht mehr schaffen.

Können Sie spontan sagen, welche Ziele Sie anstreben? Und sind Sie auf der Zielgeraden oder müssen Sie vielleicht sogar überlegen, was Sie sich vor geraumer Zeit einmal als Ziel gesetzt haben?

 Definieren Sie also hier und jetzt ganz klar und deutlich Ihre Ziele. Was wollen Sie erreichen und bis wann? Was ist Ihnen wirklich wichtig?

Lernen Sie „NEIN“ zu sagen

Sie müssen nicht alles und für jeden Aufgaben übernehmen. Lernen Sie Nein zu sagen, gerade bei Aufgaben die z.Bsp. absolut nicht in Ihren Bereich fallen.  Lernen Sie auch gegenüber Ihren unmittelbaren Kollegen nein zu sagen. Denken Sie zurück, wie oft ist es schon vorgekommen, dass Kollegen Ihre Hilfe angefordert haben, weil diese die Arbeiten nicht schafften. Und wie oft haben Sie dann diese Aufgaben mit erledigt?

Das soll jetzt nicht heißen, dass Sie immer Nein sagen. Finden Sie jedoch ein gesundes Mittelmaß – nicht nur im beruflichen Umfeld, auch im privaten Bereich ist dies wichtig.

Sie müssen nicht immer und überall dabei sein. Sie können auch nicht jede Aufgabe erledigen. Und um dies zu realisieren, ist es wichtig Prioritäten zu setzen und seine Ziele zu kennen.

  

Lernen Sie zu delegieren

Wenn Sie wirklich Stress reduzieren und vorbeugen möchten, müssen Sie „Aufgaben abgeben“ können. Schauen Sie, ob und wie Sie dieses im Team realisieren können. Wenn auch hier keine freien Kapazitäten mehr zur Verfügung stehen, dann suchen Sie gemeinsam mit Ihrem Vorgesetzen nach einer Lösung.

Aber auch im privaten Bereich sollten Sie kritisch mit sich selbst sein. Überlegen Sie. ob es auch hier Möglichkeiten gibt, Aufgaben unter den Familienmitgliedern zu verteilen oder ob man sich externe Hilfe sucht. Wächst Ihnen z.Bsp. der Garten über den Kopf? Dann schauen Sie nach regionalen Anbietern, die diese Aufgabe übernehmen können. Auch ein Fensterputzer o.ä. kann für Sie schon ein Zeitgewinn sein.

 

Betreiben Sie Zeitmanagement

Zeitmanagement erklärt mehrere Möglichkeiten, die dabei helfen, eine Aufgabe in einem vorgegebenen Zeitraum abzuarbeiten. Als Allgemeine Strategien werden Aufgaben nach Wichtigkeit abgearbeitet und große Aufgaben in kleinere Teilaufgaben gespaltet.

Eine Art des Zeitmanagement ist das so genannte Pareto-Prinzip.

Dieses besagt folgendes:

80% der Ergebnisse sollen in 20% der Zeit erledigt werden. Die restlichen 20% verursachen die meiste Arbeit und benötigen daher die meiste Zeit.

20% der genutzten Zeit bringt also 80% vom Endergebnis. Diese Regel kann jedoch auf alle möglichen Dinge im Alltag angewandt werden.

Das Thema Zeitmanagement ist ein sehr umfangreiches Thema, welches den Rahmen hier sprengen würde. Aus diesem Grunde habe ich Ihnen im Folgenden eine kleine Linksammlung zusammengestellt, wo Sie über Checklisten bis hin zu hilfreichen Büchern mit Sicherheit Ihr persönliches „Arbeitsmaterial“ finden werden.

Beschäftigen Sie sich mit diesem Thema – nehmen Sie sich die Zeit dazu – Sie werden zukünftig davon profitieren und vor allem Stress vorbeugen.

 Linksammlung:

 Checklisten zum Thema Zeitmanagament

Zeit managen – aber wie?

So schaffen Sie den radikalen Wandel

Noch mehr Zeit für das Wesentliche: Zeitmanagement neu entdecken

 

Wie versprochen hier nun der „Notfallplan“, um sofort und schnell Stress abzuschwächen.

  • „Stoppen Sie Ihre Gedanken“. Sagen Sie bewusst „Stopp“ und denken Sie an etwas anderes, an etwas Positives.
  • Trinken Sie ein Glas Wasser, aber zügig. Warum zügig? Weil Sie sich hier auf´s Trinken konzentrieren müssen – probieren Sie es aus.
  • Bewegen Sie sich. Laufen Sie zügig eine Runde um den Büroblock oder steigen Sie Treppen im Laufschritt hoch.
  • Atmen Sie den Stress weg. Diese Methode hat sich auch in akuten Stresssituationen bewährt. Sie führt nachweislich zu einem ruhigeren Atem und dadurch zu einer Entspannung des gesamten Organismus.
  • Beherrschen Sie die Entspannungsart „Progressive Muskelentspannung“?  Wenn ja, dann nutzen Sie diese in akuten Stressmomenten.
  • Erstellen Sie sich einen To-Do- Tages – und Wochenplan. Das hilf den Überblick zu bewahren.
  • Nehmen Sie sich bewusst Zeit für sich.
  • Machen Sie öfters Pausen.
  • Leben Sie bewusst und gesund. Dazu zählen auch eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung.
  • Lernen Sie auf Ihren Körper zu hören und erkennen Sie so frühzeitig die Anzeichen für Stress.
  • Erlernen Sie verschiedene Entspannungstechniken.
  • Werden Sie Optimist und denken Sie positiv.

Mit diesen zahlreichen Tipps sollte es Ihnen nun möglich sein, Stress frühzeitig auszuschalten und im Idealfall diesen gar nicht erst wieder Oberhand gewinnen zu lassen.

Im kommenden Artikel werde ich das Thema „Gesunde Ernährung – Anti-Stress-Food“ beleuchten und dann sind wir mit der Artikelserie „Stressmanagement“ schon am Ende.

Ich freue mich sehr über Ihr Feedback über die Kommentarfunktion, und natürlich auch über Anregungen und Leserwünsche.

Bleiben Sie gesund