Für die meisten Menschen ist Übergewicht in erster Linie ein optisches Problem. Mediziner sehen das anders. Denn zu viele Kilos können zur ernsten Gesundheitsgefahr werden. Mit der richtigen Ernährung und mehr Bewegung kann jeder sein persönliches Risiko für Infarkt & Co. senken.

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Schritt für Schritt zu besserer Fitness

Wie jeder andere Muskel auch lässt sich das Herz trainieren. Und dafür ist kein Marathonlauf nötig. Viel wichtiger ist ein bewegter Alltag, in dem möglichst viele Wege unmotorisiert zurückgelegt werden: mit dem Rad zur Arbeit, zu Fuß zum Bäcker, die Treppe hinauf statt mit dem Fahrstuhl und den Abend mit einem Spaziergang beenden statt vor dem Fernseher. Gute Nachrichten hat die Deutsche Herzstiftung außerdem für Wanderfans: Untersuchungen zeigen, dass der Wohlfühlsport günstige Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System haben kann. Möglich seien unter anderem positive Effekte auf die Gefäßwände, eine vermehrte Bildung zusätzlicher Blutgefäße sowie die Stärkung der körpereigenen Abwehrkräfte.

 

Abnehmen mit System

Auch jedes Kilo zu viel ist eine Belastung für Herz und Kreislauf – trotzdem ist nicht jede Diät gesund. Ein sinnvolles Abnehmprogramm, welches Übergewicht dauerhaft abbaut, braucht seine Zeit. Empfohlen wird zum Beispiel von der Deutschen Adipositas Stiftung Deutschland das „formoline Kurkonzept“. Gerade zu Beginn einer Gewichtsreduktion kann dies als hilfreiche Unterstützung genutzt werden. Jedoch sollte man dann Schritt-für-Schritt eine ausgewogene Ernährung einbauen. Wir wäre es mit der Mittelmeerküche und ihrem hochwertigen Olivenöl, viel frischem Obst und Gemüse sowie magerem Fleisch und Fisch? Bewährt haben sich auch ganzheitliche Methoden – aus meiner Sicht die effektivste und erfolgsversprechendste –  bei denen nicht nur die Ernährung, sondern auch Bewegung, Motivationsstrategien, Entspannung und Stressbewältigung im Mittelpunkt stehen.

 

Herz-Training langsam starten

Wer lange keinen Sport gemacht hat, sollte vor dem Start einen Fitness-Check beim Arzt absolvieren. Der Mediziner weiß, welche Sportart passt – etwa Schwimmen oder Radeln bei Gelenkproblemen – und in welchem Umfang trainiert werden darf. Eine Pulsuhr hilft dabei, die Herzfrequenz beim Sport zu kontrollieren.

Faustregel: Das Tempo so wählen, dass man sich mühelos unterhalten kann und aufhören, bevor man total erschöpft ist – nur dann bleibt man mit Spaß bei der Sache.

Weitere Tipps und Infos hierzu finden Sie u.a auf der Homepage der Deutschen Herzstiftung.