Wer die grauen Zellen trainiert, hat bessere Chancen im Beruf

Ob Mausklick oder Telefonat, die kurze Abstimmung mit dem Vorgesetzten oder eine Preisverhandlung mit Lieferanten: Im Laufe eines Arbeitstages treffen wir oft in Sekundenbruchteilen unzählige Entscheidungen. Doch dass unser Gehirn uns dabei so manches Schnippchen schlägt, ist vielen nicht klar. „Viele Entscheidungen treffen wir nicht so frei, wie wir vielleicht meinen“, erläutert Jason Silva, Moderator der neuen Dokumentationsserie „Brain Games“, die den TV-Zuschauern ab 12. September auf dem National Geographic Channel spielerisch die Funktionsweise des Gehirns näherbringt. So würden uns manche Optionen gar nicht erst bewusst, was Chancen im Beruf verbauen kann: „Das Gehirn ist zwar ein faszinierender Hochleistungsrechner, aber auch ein effektiv arbeitender Filter, der Energie spart, wo er nur kann.“

 

Foto: djd/National Geografic Channel/Corbis

Raus aus dem Energiesparmodus

Das bedeutet: Tätigkeiten, die jeden Tag gleichförmig ausgeführt werden – zum Beispiel der immer gleiche Weg zur Arbeit – werden automatisiert und irgendwann nicht mehr richtig wahrgenommen. So schreckt man richtiggehend auf, wenn plötzlich eine Baustelle auf der Strecke auftaucht. Um unser Gehirn wach und fit zu halten, können wir sozusagen „innere Baustellen“ bewusst einsetzen: Einfach mal die Routine ändern, eine neue Variante des Weges ausprobieren – schon nimmt das Gehirn dieses Neue und Ungewohnte wie ein Schwamm auf und wird zu mehr Leistungsfähigkeit angespornt.

 

 

djd/National Geografic Channel

Work-out für das Gehirn

Dieses Training der grauen Zellen ist vergleichbar mit dem Muskeltraining: Ohne gefordert zu werden, droht der Leistungsabfall. „Wir können die geistige Flexibilität, die Konzentrationsfähigkeit und das Gedächtnis durch Übungen enorm fördern“, betont Silva, der zusammen mit Experten aus Hirnforschung und Psychologie in zwölf Folgen erstaunliche Leistungen und Tricks unserer grauen Zellen beleuchtet – mehr Infos dazu unter www.natgeotv.com/de. „Wer versteht, wie das eigene Gehirn funktioniert, lässt sich von ihm nicht so leicht hinters Licht führen und kann sich bewusst zwischen allen Möglichkeiten entscheiden.“

 
 

Balance aus Spannung und Entspannung

Geistige Trägheit macht uns unzufrieden und blockiert die persönliche Weiterentwicklung auf privater ebenso wie auf beruflicher Ebene. Andererseits braucht unser gerade einmal 1,5 Kilogramm schweres Gehirn auch mal Pausen zur Regeneration – sonst drohen Fehler, Stress und langfristig ein Burn-out. Fordern, aber nicht überfordern: Nach dieser Devise sollte unser Geist mit viel Abwechslung, einer gesunden Ernährung, Bewegung, dem bewussten Durchbrechen von Routinen, neuen Reizen und zwischendurch Phasen der Entspannung auf einem optimalen Leistungsniveau gehalten werden. Viele Anreize, wie auch Sie Ihren Alltag schwungvoll und gesund bewältigen können, finden Sie in meinem Buch „Gesund und fit im Büro„.

 

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