Im  letzten Artikel habe ich Ihnen die Unterschiede zwischen positiven und negativen Stress aufgezeigt und uns die einzelnen Faktoren näher angeschaut, welche zu Stress führen können. Nun heißt es zunächst einmal herauszufinden, wie Ihre ganz persönliche Stressbelastung zum momentanen Zeitpunkt aussieht. Hierzu gibt es bereits zahlreiche Stresstest´s.  Natürlich hätte ich auch selbst einen Test erstellen können. Ich habe allerdings bei der Techniker Krankenkasse einen aussagekräftigen Test gefunden, welcher in  der Auswertung z.Bsp. gleich konkrete Entspannungstipps vorschlägt.

Führen Sie also Ihren ganz persönlichen Stresstest durch. Anschließend analysieren Sie Ihre persönlichen Stressfaktoren. Hierzu können Sie sich die Aufstellung aus dem letzten Artikel heranziehen.

Wichtig bei der Analyse ist vor allem zu verstehen, dass Stress zum Großteil von unserer Einstellung zu uns selbst ausgelöst wird.

Nicht zu vergessen, sind auch und gerade die an uns gestellten Erwarten, sei es von der Gesellschaft, Familie oder Beruf. So zum Beispiel leiden überdurchschnittlich viele Perfektionisten an negativen Stress. Auch unsere Gedanken sind absolut nicht zu unterschätzen, wenn es darum geht in die negative Stressfalle zu tappen. Versuchen Sie in den kommenden Tagen bewusst Ihre Gedanken zu beobachten und zu analysieren. Sind diese überwiegend negativ oder von Ängsten geprägt, ist die ein sicheres Zeichen dafür, dass Ihre Gedanken Stress verursachen. Die Macht der Gedanken sind auf keinem Fall zu unterschätzen.

Nachdem Sie nun Ihre einzelnen Stressfaktoren herausgefunden haben, macht es bei einigen Personen vielleicht Sinn, diese zu unterteilen. Nehmen Sie hierfür auch Ihren Stresstest zur Hand, denn da sind weitere Faktoren für Stresssituationen aufgeführt.

Eine Möglichkeit der Unterteilung wäre wie folgt:

Kognitive Ebene (Gedankenebene)

Hierzu zählen alle Faktoren, die unsere Gedanken beeinflussen. Das könnten zum Beispiel Sätze sein wie „Das schaffe ich nie“ oder auch „Das geht bestimmt schief“. Aber auch der sogenannte Blackout zählt dazu. Oder ertappen Sie sich immer häufiger dabei, das Sie Tagträumen, sich Ihre Gedanken ständig im Kreis drehen oder sich gar Denkblockaden bemerkbar machen. Auch Alpträume zählen zur kognitiven Ebene, Leistungs,-Konzentrations- und Gedächtnisstörungen ebenso.

Emotionale Ebene (Gefühlsebene)

Alle Faktoren wie Wut, Ärger, schnelle Aggressivität oder Gereiztheit, Angst, Niedergeschlagenheit, Unsicherheit, Unzufriedenheit, Versagensängste, Gefühlsschwankungen, Nervosität Lustlosigkeit bis hin zur absoluten Teilnahmslosigkeit  oder Depressionen sind hier zu beachten.

Muskuläre Ebene (Reaktionen der Skelettmuskulatur)

Fußwippen, Fingertrommeln, nervöse Gestik oder Mimik, allgemeine Verspanntheit, Nacken-Schulter,-Rückenschmerzen, Kopfschmerzen bis hin zu Migräne, Krampfneigung, Unfähigkeit sich zu entspannen

Vegetativ – hormonelle Ebene (Reaktionen des Nervensystems)

Herzrasen, Bluthochdruck, Probleme mit Magen-Darm-Trakt, Atembeschwerden, chronische Müdigkeit, hohe Anfälligkeit für Infektionen, Schlafstörungen, Zittern, Tränen

Verhaltensebene

Kontroll“wahn“, aber auch Tolerieren und Resignieren

Bitte betreiben Sie die Analyse sehr genau und akribisch und seien Sie wirklich kritisch zu sich selbst. Sicherlich fallen Ihnen noch weitere Faktoren ein, bzw. können einzelne hier genannte Beispiel für sich konkretisieren. Nehmen Sie sich die Zeit, denn schließlich wollen Sie ja zukünftig den Stress richtig managen, abbauen und vor allem vorbeugen.

Im kommenden Artikel gebe ich Ihnen einen kleinen Notfallplan an die Hand und werde Ihnen zeigen, wie Sie zukünftig den Stress besser managen können.

Bis dahin bleiben Sie gesund.