Wie ich schon im ersten Artikel dieser Artikelserie erwähnte, wird der Begriff Diät häufig mit Abnehmen gleich gesetzt. Und Abnehmen durch den Verzicht bestimmter Lebensmittel kann nicht nur gefährlich sein, zu 90 % ist dieser Weg nur von kurzzeitigem Erfolg gekrönt. Der JoJo-Effekt setzt oft schon nach sehr kurzer Zeit wieder ein.

Aber natürlich erhoffen wir uns eben mit jeder „neuen“ Diät das was auch versprochen wird – und machen wieder eine Diät.

Ok, beginnen wir heute mit der Glyx-Diät.

Was ist GLYX ? GLYX ist die Abkürzung für den glykämischen Index eines Lebensmittels. Der Glykämische Index gibt an, wieviel Glukose (also Zucker) nach dem Verzehr eines kohlenhydratreichen Lebensmittels ins Blut gelangt. Man kann es auch anders ausdrücken: Der glykämische Index gibt an, wieviel Insulin die Bauchspeicheldrüse produziert, wenn wir etwas essen. Kurz gesagt: ein niedriger glykämischer Index hält schlank und ein hoher glykämischer Index macht dick.

Wenn wir also ständig Lebensmittel mit einem hohen glykämischen Index zu uns nehmen, dann geraten wir in einen Kreislauf, bei welchem wir in immer kürzeren Abständen sogenannten Hungerattacken ausgesetzt sind, denn die Bauchspeicheldrüse versucht nun ununterbrochen, den Blutzuckerüberschuß durch die massive Insulinausschüttung in den Griff zu bekommen. Und nicht nur, dass wir uns immer häufigeren Hungerattacken ausgesetzt fühlen, zu allem Überfluss wird dadurch auch noch der Fettstoffwechsel gesenkt.

Vorteile:

  • Die empfohlenen Lebensmittel halten lange satt und durch den Verzicht von „schlechten“ Kohlenhydraten (Bsp: Kartoffel, Nudeln, Weißmehl, die ja Stärke enthalten und Stärke wird zu Zucker umgewandelt) nehmen wir zwangsläufig mehr Gemüse und Proteine zu uns. Und diese kurbeln die Fettverbrennung erst richig an. Und wenn der Kohlenhydratspeicher des Körpers leer ist, dann greift der Körper auf die Fettreserven zurück, um diese zu verbrennen.
  • Sie werden sich wieder vital und fit fühlen.

Nachteil:

  • Man kennt nicht wirklich den Glykämischen Wert eines Lebensmittels. Natürlich kann man sich diesen aus dem Internet oder aus diversen Büchern besorgen, hier ist aber oft der Wert im Urzustand des jeweiligen Lebensmittels angegeben. Man muss sich also erst einmal intensiv mit diesem Thema befassen, um zu Wissen wie sich der Wert des jeweiligen Lebensmittels in Verbindung mit einem anderem Lebensmittel oder durch die Zubereitung wie Kochen u.ä. verändert.

Mein persönliches Fazit:

Anfangs ist es etwas mühsam sich in dieses Thema einzuarbeiten. Aber in Kombination mit dem Wissen über die Kalorienanzahl bestimmter Nahrungsmittel, ist für mich diese Variante die effektivste Art und Weise um erfolgreich abzunehmen und vor allem um das neue Wohlfühlgewicht dauerhaft zu halten.

Außerdem ist es ein sehr schöner Nebeneffekt, keinen Heißhungerattacken mehr ausgeliefert zu sein, das Bedürfnis auf Süßigkeiten nicht mehr zu haben und sich so ganz nebenbei wirklich gesund zu ernähren. Der Körper wird es einem – auch gesundheitlich – danken. Oder habe Sie sich mal die Frage gestellt, warum z.Bsp. die Anzahl an Diabetiker – und vor allem auch schon bei Kindern und Jugendlichen – in den letzten Jahren rasant angestiegen ist???

Aber auch im Restaurant ist es nicht wirklich schwer, Gerichte zu wählen, die diese Art der Ernährung unterstützen.

Und auch bei dieser Art der Ernährung sind Ausnahmen erlaubt.